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В – Buchstabe We, Russische Schreibschrift

В – Buchstabe We, Russische Schreibschrift

В, genannt We, ist der dritte Buchstabe des russischen Alphabets und bezeichnet den Laut des deutschen w in „Wasser“. Sein Großbuchstabe sieht genauso aus wie das lateinische große B, wird aber anders ausgesprochen.

GedrucktВ в
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Klingt wiew in „Wasser“
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Klingt wiew in „Wasser“

In Wörtern

Света

Света · Sveta · ein Name

здравствуй

здравствуй · guten Tag

привет

привет · Grüße

Leicht zu verwechseln mit

Sieht aus wie B (lateinisches großes B)

Die Form hilft hier nicht weiter. Das große We sieht genauso aus wie das lateinische große B, wird aber anders ausgesprochen: Es steht für den stimmhaften labiodentalen Frikativ /v/, den Laut des w in „Wasser“, und wird nach ISO 9 als V umschrieben. Zuzuordnen ist der Wert v, ganz gleich, was der Umriss nahelegt.

handwritten lowercase We in Russische Schreibschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase We in Russische Schreibschrift
Großbuchstabe

Geschichte

Der Buchstabe В mit dem Namen We gehört zur kyrillischen Schrift und belegt im modernen russischen Alphabet den dritten Platz. In der Regel steht er für den stimmhaften labiodentalen Frikativ /v/, den Anlaut von „Wasser“; daneben kann er auch /ʋ/ bezeichnen. Umschrieben wird das We meist mit dem lateinischen V, so beschreibt es ISO 9; mitunter dient jedoch das lateinische W als Ersatz, etwa im Polnischen oder in der deutschen Duden-Transkription.

Das große We gleicht in der Form dem lateinischen großen B, lautet aber anders. Wo in einem russischen Dokument ein Großbuchstabe in Gestalt eines B steht, ist der w-Laut von „Wasser“ gemeint, und nach ISO 9 wird er als V umschrieben. Die Form selbst verrät diesen Wert nicht; deshalb lohnt es sich, die Ähnlichkeit im Kopf zu haben, bevor Sie eine Seite voller unbekannter Namen durchgehen.

Liegt ein russisches Schriftstück handschriftlich vor, so ist es fast immer in russischer Schreibschrift abgefasst, der handgeschriebenen Form der modernen russischen kyrillischen Schrift, die statt der Blockbuchstaben gedruckter Texte verwendet wird. Der Großteil handschriftlicher russischer Texte, vor allem Privatbriefe und Schularbeiten, bedient sich ihrer, und an russischen Schulen lernen die meisten Kinder sie von der ersten Klasse an.

Entwickelt hat sich diese Schreibschrift im Laufe des 18. Jahrhunderts aus der Skoropis. Jene ältere kyrillische Schnell- und Laufschrift war vom 14. bis 17. Jahrhundert als Kanzleihand in Gebrauch und stammte von den älteren Buchschriften Ustav und Poluustav ab; ihre Nachfolgerin wurde zum handschriftlichen Pendant der sogenannten bürgerlichen oder petrinischen Druckschrift. In der Skoropis selbst schrieb jeder Schreiber mit eigener Hand und eigenen Buchstabenformen, und die Formen wechseln mit den Nachbarzeichen. Undeutliches muss deshalb an bereits gelesenen Stellen desselben Textes gemessen werden.

Russische Schreibschrift: zur Geschichte →