К – Buchstabe Ka, Russische Schreibschrift
К ist Ka, ein Buchstabe der kyrillischen Schrift. Meist steht er für den stimmlosen velaren Plosiv /k/, den Laut des k in „Kind“ oder „Kuckuck“.
In Wörtern
Тарханкут · Tarchankut · ein Kap auf der Krim
дедушка · Großvater
бабушка · Großmutter


Geschichte
К, Ka genannt, gehört zur kyrillischen Schrift und bezeichnet gewöhnlich den stimmlosen velaren Plosiv /k/, wie ihn das k in „Kind“ oder „Kuckuck“ wiedergibt. Über diesen Lautwert hinaus verzeichnet der Artikel zu diesem Buchstaben nichts über seine Form, seine Varianten oder seine Geschichte.
Mehr erfährt man über die Schrift, in der К von Hand geschrieben wird: die russische Kursive, die Handschriftform des heutigen russischen Alphabets. Ihr Ausgangspunkt im 18. Jahrhundert war die Skoropis, eine ältere kyrillische Eilschrift, deren Name so viel wie „schnelle“ oder „laufende Schrift“ heißt. Die Skoropis hatte vom 14. bis zum 17. Jahrhundert als Kanzleischrift gedient und war aus den Buchschriften Ustav und Poluustav entwickelt worden; die Kursive ihrerseits trat als geschriebenes Pendant neben die bürgerliche, petrinische Druckschrift der Bücher.
Die Skoropis ist das, was man in älteren Amtspapieren vor sich hat. Sie ging in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aus dem Halbustav hervor, wurde vor allem in Kanzleien und in der privaten Schreibarbeit der Ämter verwendet und zeigt einen ausgeprägt kalligrafischen Charakter: runde Buchstaben, ein glatter Schreibfluss, viele Striche, Ligaturen und Abkürzungen, kleine Minuskeln mit langen, ausdrucksvollen Elementen und große Majuskeln. Im Vergleich zum Halbustav finden sich Wortkürzungen, Buchstaben, die bis an den oberen Zeilenrand reichen, der Wegfall des etymologischen auslautenden ъ und ь, eine insgesamt vereinfachte Rechtschreibung und Buchstabenformen, die sich je nach ihren Nachbarn verändern.
Daraus folgt etwas, das beim Lesen eines echten Dokuments mehr zählt als jede Schrifttafel. Jeder Schreiber hatte seine eigene Hand und seine Eigenheiten beim Formen und Gruppieren der Buchstaben; richtig liest daher, wer undeutliche Stellen mit bereits entzifferten Teilen desselben Textes vergleicht, eine Fertigkeit, die man vor allem durch Übung erwirbt. Dass sich die Buchstabenformen im 18. und 19. Jahrhundert in Amt und Schule vereinheitlichten, brachte im 19. Jahrhundert die heutige Handschrift hervor.