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У – Buchstabe U, Russische Schreibschrift

У – Buchstabe U, Russische Schreibschrift

У ist der einundzwanzigste Buchstabe des russischen Alphabets und bezeichnet den Vokal /u/. Seine Formen ähneln dem kleinen lateinischen y, und genau das sollten Sie beim Lesen als Erstes klären.

GedrucktУ у
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wieu in „gut“
GedrucktУ у
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Klingt wieu in „gut“

In Wörtern

Тарханкут

Тарханкут · Tarchankut · ein Kap auf der Krim

дедушка

дедушка · Großvater

бабушка

бабушка · Großmutter

Leicht zu verwechseln mit

Sieht aus wie y (lateinisches kleines y)

Die Formen des kyrillischen U ähneln dem lateinischen Kleinbuchstaben y, sodass man beide auf der Seite leicht füreinander hält. Die Übereinstimmung betrifft nur die Gestalt: Der kyrillische Buchstabe ist ein Vokal, wird /u/ gelesen wie das u in „gut“ und als u transliteriert.

handwritten lowercase U in Russische Schreibschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase U in Russische Schreibschrift
Großbuchstabe

Geschichte

У у ist ein Buchstabe der kyrillischen Schrift und steht im heutigen russischen Alphabet von dreiunddreißig Buchstaben an einundzwanzigster Stelle. Gewöhnlich gibt er den geschlossenen gerundeten Hinterzungenvokal /u/ wieder, ungefähr wie das u in „gut“, und wird als u transliteriert.

Wer vom lateinischen Alphabet herkommt, muss zuerst die Gestalt einordnen. Die Formen des kyrillischen U ähneln dem lateinischen Kleinbuchstaben y. Mehr als das Aussehen teilen die beiden aber nicht: Der kyrillische Buchstabe ist ein Vokal und lautet /u/.

Die handgeschriebene Form, in der Sie dem у meist begegnen, ist jünger als die gedruckte. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die russische Schreibschrift aus der Skoropis – jener schnell geführten Laufschrift, die vom 14. bis 17. Jahrhundert als Kanzleihand diente und auf die älteren kyrillischen Buchschriften Ustav und Poluustav zurückging – und wurde zum geschriebenen Pendant der zivilen, auch petrinisch genannten Buchdruckschrift. Sie ist die Handschriftform der modernen russischen Kyrilliza und tritt an die Stelle der Blockbuchstaben gedruckter Texte; an russischen Schulen lernen die meisten Kinder schon ab der ersten Klasse, in ihr zu schreiben.

Akten aus den Jahrhunderten der Kanzleischrift sehen wieder anders aus. Anfangs setzten sich die Zeichen der Skoropis vorwiegend aus geraden Linien zusammen, wie in der kyrillischen Unziale und im Halbustav; in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und besonders zu Beginn des 17. wurden halbkreisförmige Striche zu den tragenden Linien, und gegen Ende jenes Jahrhunderts gerieten die runden Umrisse glatter und schmuckvoller. Erst die Vereinheitlichung der Buchstabenformen im 18. und 19. Jahrhundert, in der Amtsstube wie in der Schule, ließ die heutige Handschrift entstehen.

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