W – Buchstabe w, Sütterlinschrift
W ist der 23. Buchstabe des deutschen Alphabets und steht für den stimmhaften labiodentalen Frikativ /v/, der dem Konsonanten des englischen „v“ entspricht und im gesamten heimischen germanischen Wortschatz vorkommt. Ludwig Sütterlin gestaltete ihn 1911 aufrecht und geometrisch für deutsche Schulkinder.
In Wörtern
Schwester
zwei
Weihnachten


Geschichte
Auf Platz 23 des deutschen Alphabets steht das W. Es bezeichnet einen stimmhaften Reibelaut, gebildet zwischen Unterlippe und oberen Zähnen, /v/; das ist derselbe Konsonant, den das Englische mit „v“ schreibt, und im angestammten germanischen Wortschatz ist er überall zu Hause.
Das kleine w der Sütterlinschrift besteht aus zwei gerundeten, aufrechten Becken, auf die an der rechten Schulter eine kleine Schleife folgt. Das große W zeigt zwei aufrechte, runde Mulden, die in klarer, rhythmischer Folge nebeneinander gezogen werden.
In Familienpapieren ist das w reichlich vertreten: „Witwe“, „Wohnort“, „Woche“ und „Wasser“. Mit seinen mehreren Becken tritt es in Schreibschrifttexten deutlich hervor.
Ein Großteil seiner Geschichte verbindet das W mit U und V.[1] Als man gegen Ende des 1. Jahrtausends begann, germanische Sprachen in lateinischer Schrift zu schreiben, schien das V für ihren w-Laut bereits ungeeignet; deshalb schuf man die Ligatur VV oder UU, aus der sich das W entwickelte.[2] Der englische Name „double u“, also „doppeltes u“, verrät diese Herkunft bis heute.[3] Das deutsche w war anfangs ein nicht silbisches u, ganz ähnlich dem englischen w von heute.[4]
Quellen
- [1] W — Wikipedia (German) — gemeinsame Geschichte (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] W — Wikipedia (German) — die Ligatur VV/UU (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] W — Wikipedia (German) — der englische Name „double u“ (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] W — Wikipedia (German) — das deutsche w war ein nicht silbisches u (abgerufen am 2026-10-14)