Y – Buchstabe y, Sütterlinschrift
Y ist der 25. Buchstabe des deutschen Alphabets und steht für einen geschlossenen, gerundeten Vorderzungenvokal; im Deutschen heißt der Buchstabe „Ypsilon“, und man findet ihn in griechischen Lehnwörtern und historischen Ortsnamen. 1911 brachte Ludwig Sütterlin ihn für deutsche Schulkinder in eine aufrechte, geometrische Form.


Geschichte
Ypsilon nennt man im Deutschen den 25. Buchstaben des Alphabets, das Y. Er bezeichnet einen Vokal, der vorn im Mund mit gerundeten Lippen und enger Öffnung gesprochen wird, und kommt in Lehnwörtern aus dem Griechischen sowie in historischen Ortsnamen vor.
Beim kleinen y der Sütterlinschrift steht im Mittelband eine aufrechte Schale, die sich in eine gerade hinabführende Schleife unter der Grundlinie fortsetzt. Das große Y ist eine ausgewogene, aufrechte Gabel mit gerader Unterlänge.
Früher trat das y in älteren Schreibweisen deutscher Ortsnamen und herrschaftlicher Titel auf, etwa in „Bayern“, „Speyer“ oder „Smyrna“. Berühmt ist die Anordnung König Ludwigs I. von Bayern im 19. Jahrhundert, den Namen seines Königreichs fortan nicht mehr „Baiern“, sondern „Bayern“ zu schreiben.
Der Name Ypsilon stammt aus dem Griechischen und bedeutet „einfaches Y“.[1] Das Y zählt zu den jüngsten Buchstaben des lateinischen Alphabets, und seine Geschichte deckt sich weitgehend mit der von U, V und W;[2] zurück geht es auf den phönizischen Buchstaben Waw.[3] Für den u-Laut besitzt das Griechische keinen eigenen Buchstaben und schreibt ihn mit Omikron und nachfolgendem Ypsilon,[4] weshalb man bei Umschriften aus dem Griechischen ou setzt.[5]
Quellen
- [1] Y — Wikipedia (German) — „einfaches Y“ (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] Y — Wikipedia (German) — einer der jüngsten Buchstaben (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] Y — Wikipedia (German) — von Waw (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] Y — Wikipedia (German) — ou im Griechischen (abgerufen am 2026-10-14)
- [5] Y — Wikipedia (German) — als ou umschrieben (abgerufen am 2026-10-14)