O – Buchstabe o, Sütterlinschrift
O ist der 15. Buchstabe des deutschen Alphabets und steht für einen gerundeten Hinterzungenvokal, halbgeschlossen als /oː/ wie in „Sohn“ und halboffen als /ɔ/ wie in „Ort“. 1911 entwarf Ludwig Sütterlin ihn für deutsche Schulkinder neu, aufrecht und mit geometrischen Proportionen.
In Wörtern
Sonntag
Oktober


Geschichte
An der 15. Stelle des deutschen Alphabets steht das O. Gesprochen wird ein hinterer Vokal mit gerundeten Lippen, und zwar entweder halbgeschlossen als /oː/, wie man es in „Sohn“ hört, oder halboffen als /ɔ/, wie in „Ort“.
Das kleine o der Sütterlinschrift ist ein ordentlicher, aufrechter Kreis, der das Mittelband ausfüllt; oben rechts trägt es einen kleinen Haken, mit dem die Feder zum nächsten Buchstaben weiterzieht. Das große O ist ein großer, aufrechter Kreis, gezogen in einem gleichmäßigen Strich von stets gleicher Stärke.
Wer Familienforschung betreibt, stößt auf das o in grundlegenden Quellen, etwa in „Ort“, „Oheim“ (das alte Wort für Onkel) und „Ost“, außerdem in den Begriffen der Taufeinträge. Soll es zum ö umgelautet werden, setzen ältere Manuskripte häufig ein kleines e hochgestellt darüber.
Am Anfang stand beim O das Zeichen für ein Auge,[1] und schon im phönizischen Alphabet war aus dem Auge ein Kreis geworden.[2] Lautlich bezeichnete es bei den Phöniziern einen Konsonanten, den das Deutsche nicht kennt;[3] auch die Griechen hatten für diesen Laut keine Verwendung und nahmen den Buchstaben stattdessen für den Vokal o.[4] Das Umlautzeichen über dem ö gleicht im Sütterlin-Modell einem kleinen e.[5]
Quellen
- [1] O — Wikipedia (German) — Auge (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] O — Wikipedia (German) — aus dem Auge wurde ein Kreis (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] O — Wikipedia (German) — ein Konsonant, den das Deutsche nicht hat (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] O — Wikipedia (German) — griechischer Vokal o (abgerufen am 2026-10-14)
- [5] Sütterlinschrift — Wikipedia (German) — das Umlautzeichen der Sütterlinschrift hat die Form eines e (abgerufen am 2026-10-14)