N – Buchstabe n, Sütterlinschrift
N ist der 14. Buchstabe des deutschen Alphabets und bezeichnet den stimmhaften alveolaren Nasal /n/, der die deutsche Flexion und die Verbendungen durchzieht. Ludwig Sütterlin gab ihm 1911 eine aufrechte, geometrisch proportionierte Form, die deutsche Schulkinder lernen sollten.
In Wörtern
Sonntag
Kinder
Weihnachten


Geschichte
Das N belegt im deutschen Alphabet den 14. Platz. Lautlich ist es ein stimmhafter Nasenlaut, gebildet mit der Zunge am Zahndamm, /n/, und in den Beugungsformen der deutschen Grammatik ebenso wie in den Endungen der Verben begegnet es auf Schritt und Tritt.
Im Sütterlin-Modell setzt sich das kleine n aus zwei aufrechten, senkrechten Strichen im Mittelband zusammen, die unten durch eine gebogene Verbindung aneinandergeknüpft sind. Beim großen N stehen zwei aufrechte Linien nebeneinander, und ein sauberer Schrägstrich führt von der einen zur anderen.
In deutschen Schriftstücken ist das n schlicht überall: Es bildet Pluralendungen, Dativformen, Infinitive und Partizipien der Vergangenheit. Oft setzten Schreiber über ein einzelnes n eine waagerechte Tilde oder einen Querstrich (n̄) und meinten damit „nn“. Wer Ahnenforschung betreibt, muss dieses Kürzel unbedingt kennen, sonst liest er Namen und Wörter falsch.
Ursprünglich war das N das Zeichen für eine Schlange,[1] und der phönizische Buchstabe, der daraus hervorging, hatte bereits den Lautwert n.[2] Die Griechen übernahmen das Nun als Ny und behielten den Laut bei,[3] während die Etrusker und anfangs auch die Römer das N in seiner frühgriechischen Gestalt aufgriffen.[4] Ein Querbalken über dem n bedeutet im Sütterlin-Modell, dass es doppelt zu lesen ist, also nn.[5]
Quellen
- [1] N — Wikipedia (German) — Schlange (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] N — Wikipedia (German) — phönizisch n (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] N — Wikipedia (German) — griechisch Ny (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] N — Wikipedia (German) — frühgriechische Form (abgerufen am 2026-10-14)
- [5] Sütterlinschrift — Wikipedia (German) — überstrichenes n für nn (abgerufen am 2026-10-14)