H – Buchstabe h, Sütterlinschrift
H ist der 8. Buchstabe des deutschen Alphabets. Am Silbenanfang bezeichnet es den stimmlosen glottalen Frikativ /h/, nach Vokalen dient es als stummes Dehnungszeichen (Dehnungs-h), etwa in „Sohn“ oder „Jahr“. In der Sütterlinschrift erhielt es 1911 durch Ludwig Sütterlin eine aufrechte, geometrische Form für deutsche Schulkinder.
In Wörtern
Schwester
Haus
herzlich


Geschichte
Der 8. Buchstabe des deutschen Alphabets ist das H. Im Anlaut einer Silbe ist es ein stimmloser Hauchlaut, der in der Stimmritze entsteht, /h/; hinter einem Vokal wird es nicht gesprochen und zeigt als Dehnungs-h nur dessen Länge an, so in „Sohn“ und „Jahr“.
Sütterlin ordnete beim kleinen h den Aufbau über drei Zonen: eine aufrechte Schleife in der Oberlänge, ein gerader Abstrich, der sich unter der Grundlinie in eine Unterlängenschleife fortsetzt, und ein klarer Bogen im Mittelband. Das große H besteht aus zwei aufrechten Pfeilern, die eine Querschleife in der Mitte verbindet.
In alten deutschen Handschriften ist das h allgegenwärtig, sowohl als Anfangskonsonant („Haus“, „Hof“, „Herr“) als auch als Dehnungszeichen. In der älteren Rechtschreibung vor der Reform von 1901 stand es zudem hinter t, wie in „Thür“, „That“ oder „Theil“, und taugt deshalb in Archivtexten oft als Hinweis auf die Entstehungszeit.
In der protosinaitischen Schrift war das H ein Zaun,[1] daraus wurde der phönizische Buchstabe Chet.[2] Das Griechische übernahm ihn zunächst als Heta für h,[3] und die Römer erhielten das H von den Etruskern, gaben ihm aber das Aussehen des griechischen Buchstabens.[4]
Quellen
- [1] H — Wikipedia (German) — protosinaitisch ein Zaun (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] H — Wikipedia (German) — phönizisch Chet (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] H — Wikipedia (German) — griechisch Heta für h (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] H — Wikipedia (German) — die Römer: H von den Etruskern, Aussehen griechisch (abgerufen am 2026-10-14)