G – Buchstabe g, Sütterlinschrift
G ist der 7. Buchstabe des deutschen Alphabets. Es steht für den stimmhaften velaren Plosiv /ɡ/, der am Wortende zu /k/ verhärtet und in der norddeutschen Aussprache der Adjektivendung „-ig“ als stimmloser palataler Frikativ /ç/ erscheint. Ludwig Sütterlin gestaltete es 1911 für seine Sütterlinschrift aufrecht und mit geometrischen Proportionen für deutsche Schulkinder.
In Wörtern
Sonntag
Grüße


Geschichte
Das G ist der 7. Buchstabe des Alphabets. Sein Grundlaut ist der stimmhafte Verschlusslaut am Gaumensegel, /ɡ/; am Wortende wird er stimmlos zu /k/, und in der Adjektivendung „-ig“ spricht man ihn in Norddeutschland als stimmlosen palatalen Reibelaut /ç/.
Das kleine g der Sütterlinschrift hat einen ordentlichen, kreisrunden Bauch im Mittelband und darunter eine ausgewogene, aufrechte Schleife unter der Grundlinie. Das große G ist aus einer oberen Schleife und einer gerade abfallenden Schleife aufgebaut; überflüssige Zierschwünge des 18. Jahrhunderts wurden für den Schulunterricht entfernt.
Für die genealogische Transkription ist das g zentral, denn mit ihm beginnen die Partizipvorsilben der Personenstandseinträge: „geboren“, „getauft“, „gestorben“ und „getraut“. Wer das g sicher erkennt, erschließt sich den erzählenden Aufbau eines Kirchenbucheintrags.
Eine Großbuchstabenform des G war ein C mit angehängtem Schwanz.[1] Bei den Kleinbuchstaben unterscheiden sich die meisten g-Formen in der Bauweise der Unterlänge: Sie kann links oder rechts am Buchstabenkörper ansetzen, offen bleiben oder geschlossen werden.[2] In den Kursiven des 15. Jahrhunderts war eine Form üblich, bei der der offene Schwanz unmittelbar an den Deckstrich des Körpers anschließt.[3]
Quellen
- [1] G — Wikipedia (German) — großes G als C mit Schwanz (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] G — Wikipedia (German) — die Unterlänge bestimmt die Form (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] G — Wikipedia (German) — g in der Kursive des 15. Jahrhunderts (abgerufen am 2026-10-14)