Seite scannen
D – Buchstabe d, Sütterlinschrift

D – Buchstabe d, Sütterlinschrift

D ist der 4. Buchstabe des deutschen Alphabets und steht für den stimmhaften alveolaren Plosiv /d/, der wegen der Auslautverhärtung im Silbenauslaut als stimmloses /t/ gesprochen wird. In der Sütterlinschrift bekam das D 1911 von Ludwig Sütterlin eine aufrechte, geometrisch proportionierte Gestalt für deutsche Schulkinder.

GedrucktD d
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wied (/d/)
GedrucktD d
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wied (/d/)

In Wörtern

Bruder

Bruder

Kinder

Kinder

handwritten lowercase d in Sütterlinschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase d in Sütterlinschrift
Großbuchstabe

Geschichte

Als 4. Buchstabe des Alphabets bezeichnet das D einen stimmhaften Verschlusslaut am Zahndamm, /d/. Steht er am Ende einer Silbe, sorgt die Auslautverhärtung dafür, dass er stimmlos als /t/ klingt.

Die bezeichnende Rückwärtsschleife über dem Bauch des kleinen d bleibt in der Sütterlinschrift erhalten. Ihre scharfen Winkel sind jedoch zu weichen, runden Kurven geglättet, die sich ordentlich in das aufrechte senkrechte Raster einfügen. Das große D setzt sich aus einem senkrechten Rücken und einem breiten, aufrechten Halbkreis zusammen.

Da das d in allgegenwärtigen Artikeln und Bindewörtern steckt, in „der“, „die“, „das“, „den“, „dem“ und „und“, dient seine nach hinten geschwungene Oberlänge als verlässlicher Orientierungspunkt. Das gilt für sämtliche Spielarten deutscher Schreibschrift vom 16. Jahrhundert bis 1941.

Woher das d stammt, ist ungewiss: Die Forschung leitet es derzeit entweder von einem protosinaitischen Zeichen für einen Fisch oder von einem für eine Tür ab.[1] Der rekonstruierte Name des phönizischen Buchstabens lautet Dalet.[2] Die Griechen ließen den Ansatz an seinem Dreieck weg,[3] und die Etrusker, denen ein d-Laut fehlte, gebrauchten den Buchstaben kaum, behielten ihn aber bei.[4] Die Römer schlossen ihn an der Grundlinie und verwendeten ihn wieder für d.[5]

Quellen

  1. [1] D — Wikipedia (German) — Fisch oder Tür (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] D — Wikipedia (German) — rekonstruierter Name Dalet (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] D — Wikipedia (German) — die Griechen ließen den Ansatz weg (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] D — Wikipedia (German) — bei den Etruskern kaum gebraucht, aber beibehalten (abgerufen am 2026-10-14)
  5. [5] D — Wikipedia (German) — von den Römern an der Grundlinie geschlossen und wieder verwendet (abgerufen am 2026-10-14)
Sütterlinschrift: zur Geschichte →