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P – Buchstabe p, Sütterlinschrift

P – Buchstabe p, Sütterlinschrift

P ist der 16. Buchstabe des deutschen Alphabets und bezeichnet den stimmlosen bilabialen Verschlusslaut /p/, der in germanischen Wörtern wie in Lehnwörtern vorkommt. In der Sütterlinschrift, die Ludwig Sütterlin 1911 für deutsche Schulkinder schuf, erhielt er eine aufrechte, geometrisch bemessene Gestalt.

GedrucktP p
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wiep (/peː/)
GedrucktP p
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wiep (/peː/)

In Wörtern

Pfarrer

Pfarrer

handwritten lowercase p in Sütterlinschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase p in Sütterlinschrift
Großbuchstabe

Geschichte

Das P hat im deutschen Alphabet die 16. Position. Es ist ein stimmloser Verschlusslaut, den beide Lippen bilden, /p/, und kommt in Wörtern germanischer Herkunft genauso vor wie in Lehnwörtern.

Unter die Grundlinie reicht beim kleinen p der Sütterlinschrift eine gerade, senkrechte Unterlänge; im Mittelband sitzt dazu ein runder, kreisförmiger Bauch. Das große P besteht aus einem aufrechten senkrechten Strich und einem sauber gerundeten Bogen oben.

In alten deutschen Kirchenbüchern begegnet das p in geistlichen Titeln und kirchlichen Rollen: „Pfarrer“, „Pate“, „Pfarrei“ und „Proklamation“, womit das Aufgebot vor einer Eheschließung gemeint ist. Dank seiner Unterlänge fällt es im Schriftbild leicht ins Auge.

Möglicherweise geht das P auf ein protosinaitisches Wurfholz zurück,[1] doch die Fachliteratur erkennt diese Herkunft nur teilweise an.[2] Gesichert ist ein phönizischer Buchstabe namens Pe, „Mund“.[3] Beim griechischen Pi waren die beiden senkrechten Striche anfangs unterschiedlich lang; erst das klassische Alphabet glich sie einander an.[4] Das Lateinische übernahm das P in seiner etruskischen Form und spiegelte es, als die Schreibrichtung wechselte und man fortan von links nach rechts schrieb.[5]

Quellen

  1. [1] P — Wikipedia (German) — vielleicht ein Wurfholz (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] P — Wikipedia (German) — nur teilweise anerkannt (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] P — Wikipedia (German) — phönizisch Pe, „Mund“ (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] P — Wikipedia (German) — die Striche des Pi angeglichen (abgerufen am 2026-10-14)
  5. [5] P — Wikipedia (German) — lateinisches P gespiegelt (abgerufen am 2026-10-14)
Sütterlinschrift: zur Geschichte →