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Z – Buchstabe z, Sütterlinschrift

Z – Buchstabe z, Sütterlinschrift

Z ist der 26. Buchstabe des deutschen Alphabets und bezeichnet die stimmlose alveolare Affrikate /ts/, einen Kernlaut des Hochdeutschen, der aus der hochdeutschen Lautverschiebung hervorging. Ludwig Sütterlin gab ihm 1911 in seiner Schulschrift für deutsche Kinder eine aufrechte, geometrisch proportionierte Form.

GedrucktZ z
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Klingt wiez (/ts/)
GedrucktZ z
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Klingt wiez (/ts/)

In Wörtern

herzlich

herzlich

zwei

zwei

handwritten lowercase z in Sütterlinschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase z in Sütterlinschrift
Großbuchstabe

Geschichte

Das Z steht an 26. Stelle der deutschen Buchstabenreihe. Es bezeichnet eine stimmlose Affrikate am Zahndamm, /ts/, also einen Verschlusslaut mit unmittelbar anschließendem Reibelaut; als Kernlaut des Hochdeutschen ist sie ein Ergebnis der hochdeutschen Lautverschiebung.

In der Sütterlinschrift behält das kleine z seine Schleife in der Unterlänge und erhält oben einen klaren, aufrechten Strich. Das große Z wird aufrecht geschrieben, mit einer waagerechten Kopflinie, einem schrägen Abstrich, den ein kleiner Querstrich kreuzt, und einem sauberen Strich auf der Grundlinie.

Standesamtliche und kirchliche Register kommen ohne das z nicht aus, man denke an „Zeuge“, „Zivilstand“, „Zeit“ oder „Zoll“. Die Schleife, die es unter die Grundlinie zieht, macht es vom z der lateinischen Kursive gut unterscheidbar.

Hinter dem Z steht das protosinaitische Zeichen für eine Stichwaffe.[1] Sein phönizischer Name Zajin bedeutet „Dolch“ oder „Waffe“,[2] und im phönizischen Alphabet stand es an siebter Stelle.[3] Bis zur klassischen Zeit hatte das griechische Zeta seinen Längsstrich nach rechts gekippt, vermutlich weil es sich so schneller schreiben ließ.[4] Das Etruskische kannte keine stimmhaften Verschlusslaute, deshalb wurde sein dz zu ts,[5] und das Lateinische, dem ein ts ebenfalls fehlte, ersetzte das I-förmige Z in seinem Alphabet im 5. Jahrhundert v. Chr.[6]

Quellen

  1. [1] Z — Wikipedia (German) — Stichwaffe (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] Z — Wikipedia (German) — Zajin, „Dolch“ (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] Z — Wikipedia (German) — an siebter Stelle (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] Z — Wikipedia (German) — Strich nach rechts gekippt (abgerufen am 2026-10-14)
  5. [5] Z — Wikipedia (German) — dz zu ts (abgerufen am 2026-10-14)
  6. [6] Z — Wikipedia (German) — im 5. Jahrhundert v. Chr. ersetzt (abgerufen am 2026-10-14)
Sütterlinschrift: zur Geschichte →