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V – Buchstabe v, Sütterlinschrift

V – Buchstabe v, Sütterlinschrift

V ist der 22. Buchstabe des deutschen Alphabets und bezeichnet in germanischen Wörtern wie „Vater“ oder „Vogel“ den stimmlosen labiodentalen Frikativ /f/, in lateinischen und romanischen Lehnwörtern wie „Vase“ dagegen ein stimmhaftes /v/. In der Sütterlinschrift von 1911 gab Ludwig Sütterlin ihm eine aufrechte, geometrische Gestalt für deutsche Schulkinder.

GedrucktV v
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Klingt wiev (/f/)
GedrucktV v
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Klingt wiev (/f/)

In Wörtern

Vater

Vater

handwritten lowercase v in Sütterlinschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase v in Sütterlinschrift
Großbuchstabe

Geschichte

Der 22. Buchstabe im deutschen Alphabet, das V, hat zwei Aussprachen. In Wörtern germanischen Ursprungs wie „Vater“ oder „Vogel“ ist es ein stimmloser Reibelaut zwischen Unterlippe und oberen Schneidezähnen, /f/; in Lehnwörtern aus dem Lateinischen und den romanischen Sprachen, etwa „Vase“, wird es dagegen stimmhaft als /v/ gesprochen.

Sütterlins kleines v ist ein aufrechter, gerundeter Kelch, an dessen rechter Schulter eine nach innen gedrehte Schleife sitzt. Das große V entsteht aus klaren, aufrechten Linien, die unten in einer runden Kurve zusammenlaufen.

In genealogischen Registern kommt es auf das v besonders an, denn mit ihm beginnt das grundlegende Verwandtschaftswort „Vater“; hinzu kommen Vorsätze in Herkunftsangaben wie „von“ und „vor“. Die Ausgangsschleife oben unterscheidet es vom u.

Mit U und W teilt das V den größten Teil seiner Vergangenheit,[1] und auch Y und F sind mit ihm verwandt.[2] Sein phönizischer Ahne, das Waw, stand für w.[3] Bei den Etruskern verschwand die untere Spitze, und der Buchstabe nahm die Form V an;[4] man schrieb damit sowohl u als auch w.[5] In der Spätantike kam eine gerundete Variante hinzu, die wie ein U aussieht, und beide Formen waren gegeneinander austauschbar.[6]

Quellen

  1. [1] V — Wikipedia (German) — gemeinsame Geschichte (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] V — Wikipedia (German) — Y und F verwandt (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] V — Wikipedia (German) — Waw für w (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] V — Wikipedia (German) — die Form V (abgerufen am 2026-10-14)
  5. [5] V — Wikipedia (German) — beide Laute (abgerufen am 2026-10-14)
  6. [6] V — Wikipedia (German) — gerundete Variante (abgerufen am 2026-10-14)
Sütterlinschrift: zur Geschichte →