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S – Buchstabe s, Sütterlinschrift

S – Buchstabe s, Sütterlinschrift

S ist der 19. Buchstabe des deutschen Alphabets und bezeichnet einen Zischlaut, der im Silbenanlaut vor Vokal stimmhaft als /z/ und im Silbenauslaut sowie in Konsonantenverbindungen stimmlos als /s/ gesprochen wird. Ludwig Sütterlin formte ihn 1911 in seiner Schrift für deutsche Schulkinder aufrecht und geometrisch um.

GedrucktS ſ
Formenlanges srundes sEszett (scharfes s)
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wies (/z/)
GedrucktS ſ
Formenlanges srundes sEszett (scharfes s)
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wies (/z/)

In Wörtern

Sonntag

Sonntag

Schwester

Schwester

Haus

Haus

handwritten lowercase s in Sütterlinschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase s in Sütterlinschrift
Großbuchstabe
langes s
rundes s
Eszett (scharfes s)

Geschichte

Unter den Buchstaben des deutschen Alphabets ist das S der 19. Sein Laut ist ein Zischlaut: Beginnt eine Silbe mit s und folgt ein Vokal, klingt er stimmhaft, /z/; am Silbenende und innerhalb von Konsonantengruppen bleibt er stimmlos, /s/.

Auch Sütterlins Schulschrift hielt an der verbindlichen Trennung zwischen langem und rundem s fest. Das lange s zeichnete er als aufrechte senkrechte Linie mit einer Schleife oben, das runde s als kleines, rundliches Oval, in dessen Innerem eine Verbindung liegt. Das große S ist ein aufrechter, ausgewogener S-Schwung, der sich über die beiden oberen Zonen erstreckt.

Erst als man 1941 Kurrent und Sütterlin abschaffte, endete die Pflicht, beide s auseinanderzuhalten; bis dahin war sie fester Teil der deutschen Rechtschreibung. In Komposita schuf ein rundes s am Ende eines Wortteils Klarheit, wo die moderne lateinische Druckschrift keinen Unterschied mehr zeigt: Mit langem s geschrieben, „Wachſtube“, ist eine Stube der Wache gemeint, mit rundem s, „Wachstube“, eine Tube voll Wachs.

Den Ausgangspunkt des S bildet ein protosinaitischer Bogen.[1] Weil das Griechische keinen sch-Laut kannte,[2] gaben die Griechen dem Buchstaben den Lautwert s und drehten ihn um 90 Grad.[3] Am ß der Sütterlinschrift lässt sich noch erahnen, dass es aus dem langen s und dem z hervorgegangen ist.[4]

Quellen

  1. [1] S — Wikipedia (German) — ein Bogen (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] S — Wikipedia (German) — dem Griechischen fehlte das sch (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] S — Wikipedia (German) — Lautwert s, um 90 Grad gedreht (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] Sütterlinschrift — Wikipedia (German) — ß aus langem s und z (abgerufen am 2026-10-14)
Sütterlinschrift: zur Geschichte →