U – Buchstabe u, Sütterlinschrift
U ist der 21. Buchstabe des deutschen Alphabets und bezeichnet einen geschlossenen, gerundeten Hinterzungenvokal, lang als /uː/ in „gut“ und kurz als /ʊ/ in „Mutter“. Ludwig Sütterlin schrieb ihn 1911 für deutsche Schulkinder in aufrechter, geometrischer Form neu.
In Wörtern
Mutter
Bruder
Haus


Geschichte
Das U, 21. Buchstabe des deutschen Alphabets, ist ein Vokal, den man weit hinten im Mund, mit gerundeten Lippen und enger Öffnung bildet: lang als /uː/, wie man es in „gut“ spricht, kurz als /ʊ/, wie in „Mutter“.
Den U-Bogen hat Sütterlin streng bewahrt. Das kleine u besteht aus zwei aufrechten, gerundeten Abstrichen, und über dem Buchstaben steht ein kleiner, gekrümmter Halbmond. Das große U ist ein aufrechtes, gerundetes Becken, das die beiden oberen Zonen einnimmt.
Der U-Bogen dürfte das bekannteste Einzelmerkmal deutscher Handschriften überhaupt sein. Weil e, n und u aus ähnlichen senkrechten Strichen gebaut sind, hat jeder, der den frei schwebenden Halbmond über dem u entdeckt, sofort einen Anker, an dem sich die Nachbarbuchstaben in Manuskripten vom 17. bis zum 20. Jahrhundert festmachen lassen.
Die Geschichte des U ist größtenteils auch die von V und W.[1] Ihr gemeinsamer phönizischer Vorfahr, das Waw, stand für w,[2] und im frühen Griechisch hatte das Ypsilon den entsprechenden Vokal u.[3] Die Römer schrieben den Buchstaben zunächst in der spitzen etruskischen Form;[4] U und V begann man zu unterscheiden, als der spätere Kaiser Claudius Zensor war, ab 47/48.[5] Wie ein kleines e geformt ist im Sütterlin-Modell das Umlautzeichen auf dem ü.[6]
Quellen
- [1] U — Wikipedia (German) — gemeinsame Geschichte (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] U — Wikipedia (German) — Waw für w (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] U — Wikipedia (German) — Ypsilon als u (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] U — Wikipedia (German) — spitze Form (abgerufen am 2026-10-14)
- [5] U — Wikipedia (German) — Claudius, 47/48 (abgerufen am 2026-10-14)
- [6] Sütterlinschrift — Wikipedia (German) — das Umlautzeichen der Sütterlinschrift hat die Form eines e (abgerufen am 2026-10-14)