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X – Buchstabe x, Sütterlinschrift

X – Buchstabe x, Sütterlinschrift

X ist der 24. Buchstabe des deutschen Alphabets und steht für die Konsonantenverbindung /ks/ aus Verschluss- und Reibelaut, die vor allem in Lehnwörtern aus den klassischen Sprachen und in Personennamen vorkommt. Ludwig Sütterlin entwarf ihn 1911 für deutsche Schulkinder neu, aufrecht und mit geometrischen Proportionen.

GedrucktX x
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Klingt wiex (/ks/)
GedrucktX x
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Klingt wiex (/ks/)

In Wörtern

Taxe

Taxe · Gebühr

handwritten lowercase x in Sütterlinschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase x in Sütterlinschrift
Großbuchstabe

Geschichte

Das X nimmt im deutschen Alphabet den 24. Rang ein. Lautlich steht es nicht für einen einzelnen Konsonanten, sondern für die Verbindung /ks/, einen Verschlusslaut mit nachfolgendem Reibelaut, und man trifft es vor allem in Lehnwörtern klassischer Herkunft und in Personennamen an.

Das große X ist eine aufrechte, symmetrische Zierversalie, die sich über die beiden oberen Zonen erstreckt. Gebaut ist es aus zwei gegenläufigen, sichelförmigen Bögen, die einander in der Mitte berühren; eingerahmt wird es von einem Zierschwung am Anfang und einem am Ende des Zuges.

Im ererbten deutschen Wortschatz ist das x selten. Vorkommen kann es aber in Taufnamen wie „Xaver“ und in amtlichen, lateinisch geprägten Einträgen wie „Examen“, „Text“ und „Index“.

Das lateinische X kam wahrscheinlich, ebenso wie B, D und O, die das Etruskische nicht brauchte, über das in Süditalien gesprochene Westgriechisch.[1] Vorbild war das westgriechische Ksi, das anders als das ostgriechische Ξ die Gestalt eines X hatte.[2] Diese Überlieferung des Zeichens setzt im Westgriechischen um 800 v. Chr. ein.[3] Der Laut dagegen hat eine eigene Herkunft und führt zurück zum phönizischen Samech,[4] das noch den Lautwert s besaß;[5] dessen Zeichen stellte vielleicht einen stützenden Pfeiler oder das Gerippe eines Fisches dar.[6]

Quellen

  1. [1] X — Wikipedia (German) — über das Westgriechische (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] X — Wikipedia (German) — X-förmiges westgriechisches Ksi (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] X — Wikipedia (German) — um 800 v. Chr. (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] X — Wikipedia (German) — der Laut vom Samech (abgerufen am 2026-10-14)
  5. [5] X — Wikipedia (German) — noch s (abgerufen am 2026-10-14)
  6. [6] X — Wikipedia (German) — Pfeiler oder Fischgerippe (abgerufen am 2026-10-14)
Sütterlinschrift: zur Geschichte →