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Y – Buchstabe y, Kurrentschrift

Y – Buchstabe y, Kurrentschrift

Y ist der 25. Buchstabe des deutschen Alphabets, ein geschlossener, gerundeter Vorderzungenvokal, den man im Deutschen „Ypsilon“ nennt und der in griechischen Lehnwörtern und historischen Ortsnamen vorkommt. In der Kurrent hat er einen eigenen historischen Duktus, wie man ihn bis 1941 im deutschen Sprachraum lehrte.

GedrucktY y
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wiey (/yː/)
GedrucktY y
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wiey (/yː/)
handwritten lowercase y in Kurrentschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase y in Kurrentschrift
Großbuchstabe

Geschichte

Das Y, auf Deutsch „Ypsilon“ genannt, nimmt im Alphabet den 25. Platz ein. Es bezeichnet einen geschlossenen, gerundeten Vorderzungenvokal und begegnet in griechischen Lehnwörtern sowie in historischen Ortsnamen.

Das kleine y der Kurrent ist wie ein v gebaut, dessen rechter Strich durch die Grundlinie hinabstürzt und dort eine Unterlängenschleife bildet, die nach links zurückschwingt. Das große Y trägt oben eine breite Mulde, die auf einem absteigenden Schaft ruht; dieser zieht unterhalb der Grundlinie eine Schleife.

Früher war das y in älteren Schreibungen deutscher Ortsnamen und in fürstlichen Titeln zu Hause („Bayern“, „Speyer“, „Smyrna“). Bekannt ist, dass König Ludwig I. von Bayern im neunzehnten Jahrhundert anordnete, den Namen seines Königreichs von „Baiern“ in „Bayern“ zu ändern.

Im Frühneuhochdeutschen schrieb man ein langes i mitunter als ij, und weil dieses ij genauso aussah wie ein ÿ, ließ es sich als ein einziger Buchstabe schreiben; das ÿ wiederum setzte man dem griechischen Ypsilon gleich.[1] Die schweizerische Kanzleisprache behielt dieses y bei, und so lebt es in Schwyz und in Familiennamen wie Schnyder und Wyss fort.[2] Seltener als das y sind in deutschen Texten nur q und x.[3]

Quellen

  1. [1] Y — Wikipedia (German) — ij sah aus wie ÿ und wurde durch es ersetzt (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] Y — Wikipedia (German) — Schweizer Namen wie Schwyz, Schnyder und Wyss setzen das y der eidgenössischen Kanzlei fort (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] Y — Wikipedia (German) — drittseltenster Buchstabe nach Q und X, 0,04 % (abgerufen am 2026-10-14)
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