J – Buchstabe j, Kurrentschrift
J, der 10. Buchstabe des deutschen Alphabets, steht für den palatalen Approximanten /j/, den Laut am Anfang von „Jahr“. Seine Kurrentform hat eine eigene Geschichte; gelehrt wurde sie bis 1941 überall im deutschen Sprachraum.
In Wörtern
Jahr


Geschichte
Als 10. Buchstabe des deutschen Alphabets bezeichnet das J den palatalen Approximanten /j/, also den Laut, mit dem „Jahr“ anfängt.
Das kleine j der Kurrent ist eine Verlängerung des i-Strichs: Es setzt im Mittelband an, stößt durch die Grundlinie in eine tiefe Unterlängenschleife, die nach links und wieder nach oben schwingt, und trägt oben einen Punkt. In der klassischen Kurrent schreibt man das große J mit genau demselben Zeichen wie das große I; ob Vokal oder Konsonant gemeint war, mussten die Schreiber dem Zusammenhang überlassen.
Häufig ist das j in Monatsnamen („Januar“, „Juni“, „Juli“), in Vornamen („Johann“, „Josef“, „Jakob“) und in Zeitangaben („Jahr“, „jetzt“). An seiner Unterlängenschleife lässt es sich in der Schreibschrift von den Vokalen des Mittelbands unterscheiden.
Das Deutsche trennte das konsonantische J erst spät vom vokalischen I, weil der j-Laut selbst der Sprache nie verloren ging; die gebrochenen Schriften unterschieden die Großbuchstaben I und J bis um 1900 nicht.[1] Selten ist J in deutschen Texten: Mit etwa 0,27 % aller Buchstaben steht es an 24. Stelle der Häufigkeit.[2]
Quellen
- [1] J — Wikipedia (German) — gebrochene Schriften unterschieden die Großbuchstaben I und J bis um 1900 nicht (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] J — Wikipedia (German) — 24.-häufigster Buchstabe, 0,27 % (abgerufen am 2026-10-14)