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S – Buchstabe s, Kurrentschrift

S – Buchstabe s, Kurrentschrift

S ist der 19. Buchstabe des deutschen Alphabets, ein Zischlaut, der im Silbenanlaut vor Vokalen stimmhaft als /z/ und im Silbenauslaut sowie in Konsonantenverbindungen stimmlos als /s/ gesprochen wird. In der Kurrent hat er einen eigenen historischen Duktus, den man bis 1941 im ganzen deutschen Sprachraum lernte.

GedrucktS ſ
Formenlanges srundes sEszett (scharfes s)
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wies in „Haus“ / s in „Sonne“
GedrucktS ſ
Formenlanges srundes sEszett (scharfes s)
ÜbenÜbenA4US-Letter
Klingt wies in „Haus“ / s in „Sonne“

In Wörtern

Sonntag

Sonntag

Schwester

Schwester

Haus

Haus

handwritten lowercase s in Kurrentschrift
Kleinbuchstabe
handwritten uppercase s in Kurrentschrift
Großbuchstabe
langes s
rundes s
Eszett (scharfes s)

Geschichte

Das S folgt im deutschen Alphabet auf Platz 19. Als Zischlaut wird es am Anfang einer Silbe vor Vokalen stimmhaft als /z/ ausgesprochen, am Silbenende und in Konsonantenverbindungen dagegen stimmlos als /s/.

Für den kleinen Buchstaben kannte die deutsche Handschrift lange zwei verschiedene Formen: das lange s (ſ) und das runde s (s). Das lange s ist ein hoher Strich, der bis in die Zone der Oberlängen hinaufreicht und mit einem geraden Abstrich oder einer unteren Schleife endet; man setzte es an den Anfang und in das Innere von Silben, etwa in „ſo“ oder „Waſſer“. Das runde s dagegen ist eine geschlossene Schleife im Mittelband und steht ausschließlich am Ende einer Silbe oder eines Wortes, etwa in „Haus“ oder „des“. Das große S ist ein kräftiger, weit ausholender Doppelbogen.

Bis Kurrent und Sütterlin 1941 abgeschafft wurden, schrieb die deutsche Rechtschreibung diese Regel mit den zwei s-Formen verbindlich vor. In zusammengesetzten Wörtern beseitigte ein rundes s am Ende eines Wortbestandteils Mehrdeutigkeiten, die der heutige lateinische Druck nicht mehr sichtbar machen kann: „Wachſtube“ ist die Wach-Stube, „Wachstube“ dagegen die Wachs-Tube.

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