P – Buchstabe p, Kurrentschrift
P ist der 16. Buchstabe des deutschen Alphabets und steht für den stimmlosen bilabialen Verschlusslaut /p/, der in germanischen Wörtern ebenso vorkommt wie in Lehnwörtern. Für die Kurrentschrift bildete sich ein eigener historischer Duktus heraus, der bis 1941 im ganzen deutschen Sprachraum Unterrichtsstoff war.
In Wörtern
Pfarrer


Geschichte
Das P, Buchstabe Nummer 16 im deutschen Alphabet, bezeichnet den stimmlosen bilabialen Verschlusslaut /p/. Man begegnet ihm in Wörtern germanischer Herkunft genauso wie in Lehnwörtern.
Das kleine p erstreckt sich in der Kurrent über zwei Zonen. Es setzt oben im Mittelband an, fällt geradewegs durch die Grundlinie in eine Unterlänge und kehrt dann zurück, um auf der rechten Seite eine runde Schleife oder Punze zu formen. Beim großen P trägt ein hoher senkrechter Schaft einen breiten, gewölbten oberen Bogen.
In historischen Kirchenbüchern erscheint das p in geistlichen Titeln und kirchlichen Rollen, etwa „Pfarrer“, „Pate“, „Pfarrei“ und „Proklamation“, womit das Aufgebot vor der Eheschließung gemeint ist. Seine Unterlänge sorgt dafür, dass man es auf der Seite rasch entdeckt.
Im Deutschen ist das P ein seltener Gast: Mit etwa 0,8 % aller Buchstaben steht es an 21. Stelle der Häufigkeit, weit unter seinem Anteil in anderen europäischen Sprachen.[1] Manche Mundarten im Süden und Osten des Sprachgebiets sprechen die stimmlosen Konsonanten ohne Behauchung; dort klingt p ganz ähnlich wie b, und nach dem Gehör lassen sich beide kaum auseinanderhalten.[2]
Quellen
- [1] P — Wikipedia (German) — 21.-häufigster Buchstabe, 0,79 %, in anderen europäischen Sprachen häufiger (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] P — Wikipedia (German) — unbehauchtes p klingt in manchen süd- und ostdeutschen Mundarten wie b (abgerufen am 2026-10-14)