Z – Buchstabe z, Kurrentschrift
Z ist der 26. Buchstabe des deutschen Alphabets und bezeichnet die stimmlose alveolare Affrikate /ts/, einen Kernlaut des Hochdeutschen, der aus der hochdeutschen Lautverschiebung hervorging. Seine Kurrentform besitzt einen eigenen historischen Duktus und gehörte bis 1941 im ganzen deutschen Sprachraum zum Schreibunterricht.
In Wörtern
herzlich
zwei


Geschichte
Mit der 26. Stelle beschließt das Z das deutsche Alphabet. Es steht für die stimmlose alveolare Affrikate /ts/, einen Kernlaut des Hochdeutschen, den die hochdeutsche Lautverschiebung hervorgebracht hat.
In der Kurrent ist das kleine z ein Buchstabe mit Schwanz (geschwänztes Z): Es setzt im Mittelband mit einem kleinen, wellenförmigen Strich an und taucht dann ohne Umweg in eine Unterlängenschleife unter der Grundlinie. Das große Z ist ein großes, eindrucksvolles Zeichen mit waagerechtem Kopfbalken, einem schrägen Mittelstrich, der einen Querstrich oder eine Schleife trägt, und einem Zierschwung am Fuß.
In Zivilstands- und Pfarrbüchern ist das z unentbehrlich: „Zeuge“, „Zivilstand“, „Zeit“ und „Zoll“. Durch seine Unterlängenschleife hebt es sich deutlich vom z der lateinischen Schreibschrift ab.
Bis ins Mittelhochdeutsche schrieb man mit z außerdem einen zischenden, s-ähnlichen Laut, der durch die hochdeutsche Lautverschiebung aus t entstanden war: daz, ez und ezzen gegenüber niederdeutsch dat, et und eten.[1] Ein langes t oder ein t am Silbenanfang wurde dagegen zu einem ts-Laut.[2] Mit etwa 1,1 % ist Z der zwanzigsthäufigste Buchstabe in deutschen Texten.[3]
Quellen
- [1] Z — Wikipedia (German) — mhd. z für den aus t verschobenen Laut (daz, ez, ezzen) (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] Z — Wikipedia (German) — langes oder silbenanlautendes t wurde zu einem ts-Laut (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] Z — Wikipedia (German) — 20.-häufigster Buchstabe, 1,13 % (abgerufen am 2026-10-14)