O – Buchstabe o, Kurrentschrift
O ist der 15. Buchstabe des deutschen Alphabets, ein gerundeter Hinterzungenvokal, halbgeschlossen als /oː/ wie in „Sohn“ und halboffen als /ɔ/ wie in „Ort“. Die Kurrentschrift gab ihm einen eigenen, historisch gewachsenen Duktus, den man bis 1941 im ganzen deutschen Sprachraum lernte.
In Wörtern
Sonntag
Oktober


Geschichte
Wer das deutsche Alphabet abzählt, findet das O an 15. Stelle. Es bezeichnet einen gerundeten Hinterzungenvokal, der halbgeschlossen als /oː/ klingt, so in „Sohn“, und halboffen als /ɔ/, so in „Ort“.
Im Mittelband zeichnet die Kurrent das kleine o als kompaktes Oval, das gegen den Uhrzeigersinn geführt wird. Oben rechts schließt es sich mit einem kleinen waagerechten oder geschlungenen Verbindungsstrich, der ohne Absetzen zum nächsten Buchstaben hinüberleitet. Das große O dagegen ist ein prächtiges ovales Schwungzeichen, das die beiden oberen Zonen füllt und häufig mit einer inneren Schleife geschlossen wird.
In den Unterlagen, auf die Genealogen angewiesen sind, steht das o in Wörtern wie „Ort“, „Oheim“ (Onkel) und „Ost“ und ebenso in Begriffen rund um die Taufe. Trägt der Buchstabe einen Umlaut (ö), so zeigen ältere Handschriften oft kein Punktpaar, sondern ein winziges hochgestelltes e über dem o.
Mit etwa 2,5 % aller Buchstaben liegt O in deutschen Texten auf Rang 15 der Häufigkeit; unter den Vokalen ist es damit der seltenste.[1] Romanische und slawische Sprachen greifen deutlich öfter zum o als das Deutsche.[2]
Quellen
- [1] O — Wikipedia (German) — 15.-häufigster Buchstabe, der seltenste Vokal, 2,51 % (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] Buchstabenhäufigkeit — Wikipedia (German) — o ist im Deutschen seltener als in romanischen und slawischen Sprachen (abgerufen am 2026-10-14)