ק – Buchstabe Kof, Hebräische Kursivschrift
Heute klingt ק (Kof) wie ein gewöhnliches k, der stimmlose velare Verschlusslaut /k/; früher sprach man es weiter hinten im Rachen, als stimmlosen uvularen Verschlusslaut /q/. Im hebräischen Alphabet ist es der 19. Buchstabe.
In Wörtern
זקן · alter Mann
צדקה · Wohltätigkeit
קהילה · Gemeinde

Geschichte
Kof, Nummer 19 der Buchstabenfolge, zählt 100. Sowohl das überlieferte als auch das heutige Hebräisch und dazu das Jiddische lesen es als /k/; in älterer Zeit war es ein uvulares /q/.
Gegenüber vielen anderen Buchstaben bleibt das kursive Kof seiner Druckform erstaunlich treu: Es besteht weiterhin aus zwei Teilen, einem runden Bogen oder einer Schlinge und einem abgesetzten linken Bein, das unter die Grundlinie taucht.
Familienbriefe sind voll davon: in Verwandtschaftswörtern wie „qarov“ („Verwandter“), in Wörtern des Heiligen wie „qadosch“ („heilig“) und überall dort, wo eine Zahl hundert ausdrücken soll.
Womöglich zeigte das Kof anfangs eine Nähnadel, genauer ihr Öhr, oder aber Hinterkopf und Nacken;[1] eine ältere Deutung sieht darin einen Affen samt Schwanz, und tatsächlich heißt qof auf Hebräisch „Affe“.[2] Im israelischen, im aschkenasischen und im sephardischen Hebräisch ist es lautlich mit Kaf zu /k/ zusammengefallen.[3] Vor allem aschkenasische Juden schreiben den Namen oft Kuf, nach der jiddischen Benennung,[4] während jemenitische Juden den Buchstaben als g aussprechen.[5]
Quellen
- [1] Qoph — Wikipedia — Nadelöhr oder Nacken (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] Qoph — Wikipedia — ein Affe (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] Qoph — Wikipedia — mit /k/ zusammengefallen (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] Qoph — Wikipedia — Kuf (abgerufen am 2026-10-14)
- [5] Qoph — Wikipedia — jemenitisch [g] (abgerufen am 2026-10-14)