ג – Buchstabe Gimel, Hebräische Kursivschrift
Den stimmhaften velaren Plosiv /ɡ/ gibt im Hebräischen ג (Gimel) wieder, der 3. Buchstabe des Alphabets.
In Wörtern
גט · Scheidebrief

Geschichte
Gimel trägt den Zahlenwert 3 und lautet im traditionellen wie im modernen Hebräisch, ebenso im Jiddischen, /ɡ/.
Kursiv geschrieben, beginnt Gimel mit einem senkrechten Abstrich, der unten in einer Schleife oder einer sanften Biegung zu einem kurzen Fuß ausläuft. Das gedruckte Gimel der Quadratschrift erkennt man dagegen an seinem deutlich abgesetzten, nach links hinabreichenden Bein.
In den Gemeinderegistern und der privaten Korrespondenz aschkenasischer Juden begegnet Gimel häufig: im jiddischen Wortschatz, in Lehnwörtern aus dem Deutschen und in hebräischen Datumsformeln, deren Zahlen nach dem jüdischen Kalender geschrieben sind.
Bertrand Russell sah in der Form des Buchstabens das stilisierte Bild eines Kamels,[1] Solomon Gandz leitete sie dagegen von einem Wort für Waffe oder Streitaxt ab.[2] Gimel gehört zu den sechs Buchstaben, die ein leichtes Dagesch, das Dagesch qal, aufnehmen können.[3] Die Überlieferung erkennt in seiner Gestalt einen Menschen in Bewegung: einen Reichen, der einem Armen nachläuft, um ihm Almosen zu geben.[4] In einer Torarolle ist es einer der sieben Buchstaben, die kleine Krönchen tragen, die Tagin,[5] und in Israel dient es der Partei Vereinigtes Tora-Judentum als Wahlsymbol.[6]
Quellen
- [1] Gimel — Wikipedia — Russell: ein Kamel (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] Gimel — Wikipedia — Gandz: Waffe oder Streitaxt (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] Gimel — Wikipedia — nimmt das Dagesch qal an (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] Gimel — Wikipedia — ein Reicher, der einem Armen nachläuft (abgerufen am 2026-10-14)
- [5] Gimel — Wikipedia — in der Torarolle gekrönt (abgerufen am 2026-10-14)
- [6] Gimel — Wikipedia — Symbol des Vereinigten Tora-Judentums (abgerufen am 2026-10-14)