ח – Buchstabe Chet, Hebräische Kursivschrift
Wer in einem hebräischen oder jiddischen Brief auf ח (Chet) stößt, liest heute meist einen Reibelaut tief im Rachen: aschkenasisch und im modernen Hebräisch das stimmlose uvulare /χ/, ursprünglich aber das stimmlose pharyngale /ħ/. Im Alphabet nimmt Chet die 8. Stelle ein.
In Wörtern
משפחה · Familie
חתן · Bräutigam

Geschichte
Platz und Zahlenwert fallen bei ח zusammen: Es ist der 8. Buchstabe des hebräischen Alphabets und zählt 8. Im überlieferten wie im heutigen Hebräisch und ebenso im Jiddischen spricht man es aschkenasisch und modern als stimmlosen uvularen Reibelaut /χ/; die ältere Aussprache war der stimmlose pharyngale Reibelaut /ħ/.
Von Hand verbindet man die beiden senkrechten Pfosten in einem einzigen, fließenden Zug durch einen Bogen oder eine Brücke. Wo die bewegliche Drucktype einen starren, rechtwinkligen Steg zeigt, rundet die Feder ihn also ab.
In Grußformeln, Segenswünschen und Datumsangaben, dort als Ziffer für acht, begegnet Chet auf Schritt und Tritt, in Gemeindeakten ebenso wie in privater Post.
Unter israelischen Arabern und mizrachischen Juden, besonders in der älteren Generation und bei mizrachischen Sängern, ist das alte pharyngale /ħ/ bis heute verbreitet.[1] Endet ein Wort auf Chet mit Patach, erklingt der Vokal zuerst – ein sogenanntes Patach gnuwa: Man spricht /-aħ/ und nicht /-ħa/, etwa in tapuach.[2] Wer Englisch spricht, sagt challah gewöhnlich mit einfachem h, weil die meisten Englischsprachigen [h] und [ħ] nicht auseinanderhören.[3] Mehrmals hintereinander geschrieben steht Chet für Gelächter, wie im Englischen haha.[4]
Quellen
- [1] Heth — Wikipedia — /ħ/ bei israelischen Arabern und mizrachischen Juden (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] Heth — Wikipedia — Patach gnuwa (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] Heth — Wikipedia — challah im Englischen mit /h/ (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] Heth — Wikipedia — wiederholtes Chet: Gelächter (abgerufen am 2026-10-14)