מ – Buchstabe Mem, Hebräische Kursivschrift
Den stimmhaften bilabialen Nasal /m/ schreibt man hebräisch mit מ (Mem), dem 13. Buchstaben des Alphabets; am Wortende schließt es sich zur Endform ם (Mem sofit).
In Wörtern
אמא · Mutter
מכתב · Brief
משפחה · Familie

Geschichte
מ trägt den Zahlenwert 40 und steht im Alphabet an 13. Stelle. Im Hebräischen älterer wie neuerer Zeit und ebenso im Jiddischen bezeichnet es den stimmhaften bilabialen Nasal /m/; wo ein Wort endet, nimmt es die geschlossene Endform ם (Mem sofit) an.
Mit seiner quadratischen Druckform hat das handgeschriebene Mem in der Wortmitte nichts mehr gemein: Die Hand führt es in einer schlingenden, gebogenen Bewegung aus. Das End-Mem (Mem sofit) wiederum entsteht als runde oder ovale Schleife, die unten geschlossen ist.
Kaum ein Konsonant kommt im Hebräischen und Jiddischen häufiger vor. In Schriftstücken jeder Gattung und jeder Epoche kennzeichnet Mem Mehrzahlformen, Vorsilben, Partizipien und Fragepronomen.
Am Anfang stand die ägyptische Hieroglyphe für Wasser; die protosinaitische Schrift vereinfachte sie und benannte sie nach dem westsemitischen Wort für Wasser, mem.[1] Nach der Methode Mispar Gadol der Gematria zählt das End-Mem 600 statt 40.[2] Als Abkürzung steht Mem für Meter,[3] in religiösen Texten auch für Makom, „der Ort“, einen der Namen Gottes.[4] In der israelischen Armee kann es außerdem für mefaked stehen, „Kommandeur“.[5]
Quellen
- [1] Mem — Wikipedia — von der Hieroglyphe für Wasser (abgerufen am 2026-10-14)
- [2] Mem — Wikipedia — End-Mem 600, Mispar Gadol (abgerufen am 2026-10-14)
- [3] Mem — Wikipedia — Meter (abgerufen am 2026-10-14)
- [4] Mem — Wikipedia — Makom, „der Ort“ (abgerufen am 2026-10-14)
- [5] Mem — Wikipedia — mefaked, Kommandeur (abgerufen am 2026-10-14)