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ע – Buchstabe Ajin, Hebräische Kursivschrift

ע – Buchstabe Ajin, Hebräische Kursivschrift

Kaum ein Zeichen kehrt in jiddischen Briefen so oft wieder wie ע (Ajin), der 16. Buchstabe des hebräischen Alphabets. Im aschkenasischen und im modernen Hebräisch steht es für einen Knacklaut /ʔ/ oder bleibt stumm; ursprünglich war es der stimmhafte pharyngale Reibelaut /ʕ/. Das Jiddische macht aus ihm seinen gewöhnlichen Vokalbuchstaben für /e/.

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Klingt wieʿ (/ʔ/)
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In Wörtern

עיר

עיר · Stadt

handwritten lowercase Ajin in Hebräische Kursivschrift
Kleinbuchstabe

Geschichte

An 16. Stelle des Alphabets stehend, trägt das Ajin den Zahlwert 70. Im aschkenasischen wie im heutigen Hebräisch spricht man es als Knacklaut /ʔ/ oder gar nicht; die ältere Aussprache war der stimmhafte pharyngale Reibelaut /ʕ/. Im Jiddischen dagegen dient es regelmäßig als Zeichen für den Vokal /e/.

Wo die Druckschrift zwei starre, schräg abzweigende Äste wie ein y zeigt, fließt das kursive Ajin in einer weichen, runden Bewegung: Die Feder fällt in einen offenen Bogen und schwingt dann nach rechts aus.

Da das Jiddische fast jedes /e/ mit Ajin schreibt, findet man diese Kursivform in jiddischen Briefen beinahe in jeder Zeile.

Seine Herkunft verrät der Name: Das protosinaitische Zeichen stand für das Auge, und auch der phönizische Buchstabe war ein Kreis oder Oval, unverkennbar ein Auge;[1] aus ihm wurde das griechische O.[2] In manchen älteren sephardischen und aschkenasischen Aussprachen klang Ajin als velarer Nasal, also wie das ng in „singen“,[3] und Spuren davon hält das Jiddische fest, etwa in „Yankev“ für Jakob.[4] In der Torarolle gehört Ajin zu den sieben Buchstaben, die eigene Krönchen erhalten.[5]

Quellen

  1. [1] Ayin — Wikipedia — ein Auge (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] Ayin — Wikipedia — griechisches O (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] Ayin — Wikipedia — velarer Nasal (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] Ayin — Wikipedia — jiddisch „Yankev“ (abgerufen am 2026-10-14)
  5. [5] Ayin — Wikipedia — gekrönt in der Torarolle (abgerufen am 2026-10-14)
Hebräische Kursivschrift: zur Geschichte →