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ש – Buchstabe Schin, Hebräische Kursivschrift

ש – Buchstabe Schin, Hebräische Kursivschrift

Ein Zeichen, zwei Zischlaute: ש, der 21. Buchstabe des hebräischen Alphabets, steht als Schin für den stimmlosen postalveolaren Reibelaut /ʃ/, das deutsche sch, und als Sin für den stimmlosen alveolaren Zischlaut /s/.

Gedrucktש
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Klingt wiesh, s (/ʃ/)
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Klingt wiesh, s (/ʃ/)

In Wörtern

שלום

שלום · Frieden; hallo

משפחה

משפחה · Familie

שבת

שבת · Sabbat

handwritten lowercase Schin in Hebräische Kursivschrift
Kleinbuchstabe

Geschichte

Auf Platz 21 und mit dem Zahlwert 300 bezeichnet ש im traditionellen und modernen Hebräisch sowie im Jiddischen zweierlei: als Schin den postalveolaren Reibelaut /ʃ/, als Sin den alveolaren Zischlaut /s/.

Wo die Quadratschrift drei getrennte Schäfte aufrichtet, zieht die Hand sie in einem einzigen, fließenden Schwung zusammen: Über einer breiten, gewölbten Basis erheben sich drei Schlaufen oder Wellen.

Schon in der Begrüßung eines Briefes ist es fast immer zur Stelle, besonders im Segenswort „Schalom“ („Frieden“). Deshalb erkennt man seine Kursivform in alten Handschriften auf den ersten Blick.

Dem phönizischen Buchstaben lag vielleicht das Bild eines Zahns zugrunde; biblisch-hebräisch heißt der Zahn schen.[1] Im Namen Issachar bleibt das zweite Schin selbst in voll vokalisierten Texten ohne Punkt, weil es stets stumm ist.[2] Schin steht für Schaddai, einen Gottesnamen,[3] und ist deshalb häufig auf dem Gehäuse einer Mesusa zu sehen.[4] Beim Sprechen des Priestersegens formt ein Kohen den Buchstaben mit jeder seiner beiden Hände,[5] und in den 1960er-Jahren machte Leonard Nimoy aus einer einhändigen Abwandlung dieser Geste den vulkanischen Gruß.[6]

Quellen

  1. [1] Shin (letter) — Wikipedia — ein Zahn (abgerufen am 2026-10-14)
  2. [2] Shin (letter) — Wikipedia — Issachar (abgerufen am 2026-10-14)
  3. [3] Shin (letter) — Wikipedia — Schaddai (abgerufen am 2026-10-14)
  4. [4] Shin (letter) — Wikipedia — Mesusa (abgerufen am 2026-10-14)
  5. [5] Shin (letter) — Wikipedia — Priestersegen (abgerufen am 2026-10-14)
  6. [6] Shin (letter) — Wikipedia — vulkanischer Gruß (abgerufen am 2026-10-14)
Hebräische Kursivschrift: zur Geschichte →